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Mittwoch, 12. September 2007

Vom Arschtier

Es lebte einmal ein Arschtier in den Weiten des haarigen Dschungels der Bildung. Es zeichnete sich durch seine plumpe Art, den unangebrachten Bemerkungen, seine Durchschaubarkeit und seinem geschmackslosem Benehmen aus. Dieses Arschtier hatte, wie alle anderen Arschtiere auch, einen kleinen Joystick an sich angebracht, der ihm immer die Richtung wies. Eines Tages dachte sich der Joystick des kleinen Arschtieres, es könnte mal einen auf großen Macker machen, einen auf Experte spielen, und dadurch vielleicht den Status des Alpha-Arschtieres gewinnen. Alle anderen Arschtiere dachten ähnlich, deswegen waren es ja Arschtiere, weil sie vorhersehbare Aktionen durchführen.
Wie zum Beispiel beim Raufhauen. Arschtiere laufen immer hinterher, wenn es sich um eine kleine und runde Sache handelt. Alle springen, geben einen unzivilisierten Laut von sich und stoßen sich gegenseitig die Köpfe ein, um einen sinnlosen Ball zu bekommen, des Balles wegen. Das hat der Joystick befohlen.
Der Joystick hatte auch befohlen, so laut wie möglich zu reden, mit einer möglichst unangehmen, ekelhaften Stimme. Auch wenn das Arschtier 50 cm von entfernt steht und mit dir redet, kann jedes andere Tier auf der Welt dieses Gespräch mitverfolgen. Arschtiere haben es schon nicht leicht. Wollen sie doch unbedingt zeigen, wie groß ihr erbärmliches Wissen ist, und rufen immer und immer wieder dieselben Binsenweisheiten in die Menge rein. Arschtiere wollen Alpha-Arschtiere sein, folgen aber auch unbewusst, oder gerade deswegen, den anderen Alpha-Arschtieren. So passiert es, dass Arschtiere bestimmten Trends folgen, oder sich aus allgemeiner Geschmackslosigkeit und ästhetischem Unempfinden jeden Morgen 3 Liter Gel in die Haare schmieren. Arschtiere sind haarbedeckt. Aber wer echte Arschtiere sucht, der weiß, wo man sie findet.
Wer kann am besten grunzen? Das Arschtier. Wer kann am besten auf den Ball raufhauen? Das Arschtier. Wer kann am besten 2 ganze Schulbänke für sich beanspruchen? Das Arschtier. Wer hat den kleinsten Joystick? Das Arschtier. Und wenn es nicht gestorben ist, dann lebt das Arschtier noch heute.

Kreativer "Output" / Flucht in die Realität

(Oder gibt es dafür schon ein deutsches Wort?)

Damit ich mir nicht weiter unwichtig, klein und stumm vorkomme, bleibt mir wohl keine Wahl, als meinen "Output" an die Öffentlichkeit, zu erhöhen. Nebenbei wirkt es gegen Langeweile. Nicht nur, dass ich auf diversen dubiosen Magic-Seiten meine Meinung zu Pappkarten abgebe; nein, auch Politikforen und so ziemlich jeder große Blog dienen als Plattform für meine Minderwertigkeitskomplexe.

Damit das hier nicht reine Bauchnabelschau ist, noch Gelinktes:

Musik

Humor

Zitate aus dem zweiten Link:
Freunde? Ist das sowas wie bei Myspace? "Schlampenbitch78 möchte dein Freund sein? Adolf1933 akzeptiert dein Freundschaftsangebot?"

Wenn ich Vergleiche anstellen darf:
Kloß ~ Stefan
Spinne ~ Micha
Norbert ~ Willy

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