L'america
Ich hab ziemlich lange über den passenden Titel nachgedacht. Andere Favoriten meinerseits waren "Klischee: erfüllt" und "Keine Nachricht ist keine gute Nachricht." (Denn wenn ich sehr positiv überrascht [ich musste gerade googlen, um zu gucken, mit wie vielen "R"s sich das Wort schreibt -.-] gewesen wäre, hätte ich mit Sicherheit schon angegeben.)
Meine Familie besteht aus zwei erwachsenen Söhnen, einer Mum und einem Dad; ihr Haus liegt an einem Wäldchen, mit Squirrels und so, sie haben vier Kühlschränke, einer nur gefüllt mit Cola und zwei spritschluckene Autos. Sie sind fett. Alle. Nicht ein bisschen stämmig, oder leicht übergewichtig, sondern Fieser Fettsack-mäßig fett. Das Essen ist fett und hat einen chemischen Beigeschmack. Ich wünsche mir die Fluffigkeit eines Döners oder den frischen Salat eines Big Mäcs; nur um zu veranschaulichen, WIE das Essen ist. Die Wohnung ist dreckig. Ich bin wirklich alles andere als ein Ordnungsfaschist, aber ich meine man sollte sich nicht (Straßen-)Schuhe in seiner eigenen Wohnung anziehen müssen, damit die Füße nicht dreckig werden. Und es stinkt. Nicht nur nach Essensresten und ungewaschenen Menschen, sondern vor allem nach den drei heimlichen Herrschern dieser Villa des Grauens: Den drei Dogs. Erstaunlicherweise stinkt jeder anders. Michael, der Bernhadiner ist groß wie Kalb, stinkt nach Scheiße, kratzt sich die ganze Zeit (Flöhe?) und sabert.
Nr. 2 ist Alter Sack, so nenne ich ihn zumindestens, den richtigen Namen hab ich vergessen. An der rechten Seite hat ungefähr noch die Hälfte seiner Haare, stinkt nach Verwesung und jault viel. Er stinkt von allen am meisten, ist aber nur ein normal-großer Hund, kein Monster wie Michael. Ihn hab ich noch am liebsten, da er wenig furchteinflößend ist.
Das schlimmste Viech ist die Hündin Katie, meist Kay-Kay genannt. Sie knurrt und bellt, wenn ich morgens die Treppe raufkomm, und kommt, da sie genau weiß was für einen Riesenschiss ich vor ihr hab, die ganze Zeit hinter mir her. Meine Host-Mum hat auch eine logische Erklärung für ihr Verhalten: "Oh, she is sooo shy, y'know? You make her nervous, 'cause she isn't used to you"
Das schlimmste ist das abendliche, gemeinsam eingenommene Dinner:
Die Hunde liegen unter dem Tisch, der Fernseher läuft natürlich, und Mum fragt mich, ob ich krank bin, weil ich so wenig esse. Ich glaube, ich bin der erste Austauschschüler, der hier abnimmt. Es ist für mich nicht möglich, Essen zu genießen, mit diesen stinkenden Viechern um mich rum.
Meinem Englisch ist das Ganze auch nicht gerade förderlich. Nichtmal meinen Koffer habe ich bis jetzt ausgepackt, vermutlich um die Illusion einer baldigen Rückkehr aufrecht zu halten.
Natürlich ist nicht alles scheiße; sie sind z.B. ganz simpel nett. Ich bin hier willkommen, und habe ein Gefühl, dass ich sonst nur beim Picknick mit meiner Oma, oder beim Lesen in der Sonne hab: Niemand will mir böses. Stolsigs, so der Name dieser Familie haben unzählige, auch gute, Filme, mehrere Spielkonsolen, die ich ausgiebig benutze und W-Lan. Meinen Laptop habe ich auch hier, was mir sowohl die Kommunikation mit der Außenwelt als auch das hören meiner geliebten Musik ermöglicht, dick aufgetragenen Pomp von Kiss über Meat Loaf zu Beethoven retten mir meine Seele. Außerdem schmeckt Peanut Butter mit Pflaumen Gelee lecker.
Dienstag geht es endlich zur Schule.
Meine Familie besteht aus zwei erwachsenen Söhnen, einer Mum und einem Dad; ihr Haus liegt an einem Wäldchen, mit Squirrels und so, sie haben vier Kühlschränke, einer nur gefüllt mit Cola und zwei spritschluckene Autos. Sie sind fett. Alle. Nicht ein bisschen stämmig, oder leicht übergewichtig, sondern Fieser Fettsack-mäßig fett. Das Essen ist fett und hat einen chemischen Beigeschmack. Ich wünsche mir die Fluffigkeit eines Döners oder den frischen Salat eines Big Mäcs; nur um zu veranschaulichen, WIE das Essen ist. Die Wohnung ist dreckig. Ich bin wirklich alles andere als ein Ordnungsfaschist, aber ich meine man sollte sich nicht (Straßen-)Schuhe in seiner eigenen Wohnung anziehen müssen, damit die Füße nicht dreckig werden. Und es stinkt. Nicht nur nach Essensresten und ungewaschenen Menschen, sondern vor allem nach den drei heimlichen Herrschern dieser Villa des Grauens: Den drei Dogs. Erstaunlicherweise stinkt jeder anders. Michael, der Bernhadiner ist groß wie Kalb, stinkt nach Scheiße, kratzt sich die ganze Zeit (Flöhe?) und sabert.
Nr. 2 ist Alter Sack, so nenne ich ihn zumindestens, den richtigen Namen hab ich vergessen. An der rechten Seite hat ungefähr noch die Hälfte seiner Haare, stinkt nach Verwesung und jault viel. Er stinkt von allen am meisten, ist aber nur ein normal-großer Hund, kein Monster wie Michael. Ihn hab ich noch am liebsten, da er wenig furchteinflößend ist.
Das schlimmste Viech ist die Hündin Katie, meist Kay-Kay genannt. Sie knurrt und bellt, wenn ich morgens die Treppe raufkomm, und kommt, da sie genau weiß was für einen Riesenschiss ich vor ihr hab, die ganze Zeit hinter mir her. Meine Host-Mum hat auch eine logische Erklärung für ihr Verhalten: "Oh, she is sooo shy, y'know? You make her nervous, 'cause she isn't used to you"
Das schlimmste ist das abendliche, gemeinsam eingenommene Dinner:
Die Hunde liegen unter dem Tisch, der Fernseher läuft natürlich, und Mum fragt mich, ob ich krank bin, weil ich so wenig esse. Ich glaube, ich bin der erste Austauschschüler, der hier abnimmt. Es ist für mich nicht möglich, Essen zu genießen, mit diesen stinkenden Viechern um mich rum.
Meinem Englisch ist das Ganze auch nicht gerade förderlich. Nichtmal meinen Koffer habe ich bis jetzt ausgepackt, vermutlich um die Illusion einer baldigen Rückkehr aufrecht zu halten.
Natürlich ist nicht alles scheiße; sie sind z.B. ganz simpel nett. Ich bin hier willkommen, und habe ein Gefühl, dass ich sonst nur beim Picknick mit meiner Oma, oder beim Lesen in der Sonne hab: Niemand will mir böses. Stolsigs, so der Name dieser Familie haben unzählige, auch gute, Filme, mehrere Spielkonsolen, die ich ausgiebig benutze und W-Lan. Meinen Laptop habe ich auch hier, was mir sowohl die Kommunikation mit der Außenwelt als auch das hören meiner geliebten Musik ermöglicht, dick aufgetragenen Pomp von Kiss über Meat Loaf zu Beethoven retten mir meine Seele. Außerdem schmeckt Peanut Butter mit Pflaumen Gelee lecker.
Dienstag geht es endlich zur Schule.
mightygurke (importiert durch schlauch) - 1. Sep, 05:17
ich glaube mich zu erinnern, dass wir darum gewettet haben, dass du da doch zunimmst, dein Argument dagegen war, dass die Mutter das Essen selbst zubereitet^^
Ich hoffe doch, deine Eindrücke sind etwas übertrieben dargestellt, und dass du deinen Kulturschock noch heil überstehen wirst.
Wenigstens bist du noch in einer wohlhabenden Familie gelandet. Hast du da Julian eigentlich schon getroffen? Vielleicht gehts dem ja auch so.
PS: Ich saber auch (manchmal)^^
Sagt wer?
PS: Aber du bellst nicht.