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Neulich beim Döner

"Männer halten den Frauen nur die Tür auf, damit sie ihnen auf den Arsch gucken können!", schreit der Typ mit der Glatze und der Thor-Steiner-Jacke, als er sich gerade in den engen Dönerladen direkt vor eine beleibte Frau drängelt. "Aber dir möcht ich lieber nicht auf den Arsch gucken, Schatzi", ruft er, als den Döner-Heini heranwinkt. "Ein Döner mit alles zum Mitnehmen!". Einen vermutlichen Nazi in einem türkischen Döner-Laden zu finden, ist an sich schon widersprüchlich. Doch ein Nazi, der statt Geld eine Plastetüte mit Hundekot seines Köters auf den Tisch legt, muss schon ein bisschen verwirrt sein. "Und ich hab gesagt mit ALLEM!"; höhnt er und schaut dem Türken direkt in die Augen. Der Döner-Heini geht prompt seiner Pflicht nach, nimmt die kürzlich erworbene Tüte mit der speziellen "Zutat" und klatscht den Inhalt direkt auf die süße Speise. "Hier, Döner mit allem, zum mitnehmen!", schreit der Türke und holt aus, um dem Nazi das Kunstwerk direkt in sein Gesicht zu werfen. Unglücklicherweise verfehlt er sein Ziel: Die beleibte Frau ist jetzt auch braun - und stinkt. So ist das nun einmal: Türken können von Natur aus nicht zielen.
brotbackmischung - 7. Dez, 20:20

yeah

also ich finds lustig

mondblutkatze - 8. Dez, 18:23

ich nicht
brotbackmischung - 8. Dez, 19:35

wieso?
mondblutkatze - 11. Dez, 07:16

ich weiß nicht genau, aber spontan und gefühlsmäßig spricht es mich überhaupt nicht an. es zieht vorbei wie ein häschenwitz.
schlauch - 11. Dez, 21:47

vielleicht, weil hier niemand auf qualvoller Weise umkommt?^^
mondblutkatze - 14. Dez, 07:29

dass sogar du schon so über mich redest, zwingt mir den gedanken auf, dass ihr alle eine horde von therapeuten seid. das schockiert mich.
ptothew - 9. Dez, 12:11

Sinn? Siiiiinnnn??? Woooo bist duu?!

moep!

schlauch - 10. Dez, 22:00

Die Ohnmacht des Rassismus sowohl gegen Türken als auch Nazis und das Paradoxon, das diese bewirkt
foenfrisur - 9. Dez, 19:40

sinnbesessen

paul, weißt du, ich glaube, dass unsere Geselschaft keine Leistungsgesellschaft ist, sondern eine Sinngesellschaft: alles muss einen Sinn haben. (oft wird die Leistung als Sinn deklariert)
Aber die empörende zur Schaustellung der Sinnlosigkeit ist ein Mittel dieses Problem künstlerisch aufzudecken.
Zumal man sich selbst immer einen Sinn suchen und sogar geben kann.
ps: an alle, die meinen Pa kennen, ich hatte am Wochenende genau zu diesem Thema eine packende Diskussion mit ihm ;)

mightygurke - 11. Dez, 18:51

sorry, aber

... wie kann man gegen Nazis "rassistisch" sein? -.-

schlauch - 11. Dez, 21:32

Tja mein Lieber, das ist ja das Faszinierende: die Diskriminierung einer Minderheit kann soweit gehen, dass sie als eigene Rasse bezeichnet wird. Ich betrachte das dann als den Superlativ der Diskriminierung. Auch wenn man das als unsachlich bezichtigen darf, steht es mir immernoch zu, diese Hyperbel zur Veranschaulichung zu Nutzen ;)

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