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2007
Honigmond
Durch tropfend undichte Synapsenwälder
Schweben flüchtig Sinnesbilder
Zupfen an weiten Röckchenzipfeln
Dringen tiefer und sie kitzeln
Ein endorphinales Glucksen hervor
Rauschend hübsche Flatterwesen
Lassen Träume still genesen
Entsteigen süß überpudertem Schlummer
Und des Tagestaumels seichtem Kummer
entschwebt ein frisches Morgenrot
Honigmond
Durch tropfend undichte Synapsenwälder
Schweben flüchtig Sinnesbilder
Zupfen an weiten Röckchenzipfeln
Dringen tiefer und sie kitzeln
Ein endorphinales Glucksen hervor
Rauschend hübsche Flatterwesen
Lassen Träume still genesen
Entsteigen süß überpudertem Schlummer
Und des Tagestaumels seichtem Kummer
entschwebt ein frisches Morgenrot
Anna the Wolff - 13. Dez, 10:55
n bisschen...
Wenn die Form jedoch über das Ziel hinaus schießt, macht es den Gedanken unverständlich, lässt ihn verschwimmen, anstatt ihn zu konzentrieren.
Bei deinen Gedichten gibt es oft zwei Möglichkeiten: Entweder das Puplikum (Ich) ist zu schwach, um deine Idee überhaupt zu erfassen, oder deine Form überdeckt in seiner Komplexität den Gedanken, d.h. du vergräbst ihn, Leute könnten unterstellen, du hast einfach richtungslos "drauflosgeschrieben".
Ich preferiere Schlichtheit, klare Sprache, die den Gedanken trotzdem in seiner Pracht erfasst.
Natürlich wirst du immer Leser haben, die deine Form und deine Handwerklichkeit mit seinen reizvollen Bildern und den Zynismus bewundern. Ich in meiner profanen Denkweise vermisse hingegen einen sinngebenden Erleuchtungsmoment, und habe keine Lust, aus einer Ahnung heraus einfach "reinzuinterpretieren".
"Honigmond" beispielsweise gibt mir den Eindruck von der Wirkung eines Schmerzmittels nach einem Vollrausch, damit kann ich aber nichts anfangen, höchstens kann ich dir auf die Schulter klopfen und sagen "Jo, so ist das".
Und das ist nichts weiter als meine Meinung.