Ersetzbarkeit
Menschen mit einfachen Arbeiten werden schlecht bezahlt, weil sie eben einfach sind und damit den einzelnen Arbeiter ersetzbar machen.
Nun hat sich dieser Ersetzbarkeitsbegriff aus der Arbeitswelt in die zwischenmenschlichen Beziehungen des Individuums eingeschlichen und man behauptet, ein Mensch sei für einen anderen in den meisten Fällen oder sogar immer ersetzbar.
Ihr mögt mir Wunschdenken zusprechen, wenn ich sage, dass ich es ablehne, in einer Beziehung den anderen als ersetzbar zu sehen, denn diese Denkweise, geklaut aus der Arbeitswelt und in die restliche Sphäre eingebunden durch eine zunehmende Leistungsgesellschaft, degradiert den einzelnen auf seine Bedürfnisse.
(Rationelle bzw. Pessimisten würden zwar sagen, dass er aus nichts anderem besteht, aber ganau dass ist der Punkt: Wenn man dem glaubt, dass alles ist, was ist, also eine Einheit von Denken und Sein existiert, besteht ein Mensch für mich aus mehr als Bedürfnissen, er ist mehr als die Summe seiner Teile.)
Dadurch dass einer nur aus Bedürfnissen bestünde, würde der andere nur dazu da sein sie zubefriedigen, und so sind beide degradiert. Natürlich beruht diese Beziehung auf Gegenseitigkeit.
Diese Theorie mag sich logisch anhören, wird aber deswegen durch mich abgelehnt, weil ein Mensch, wie bereits erwähnt, mehr ist. Das ganze Spektrum, die Eigenschaften, welche ich nicht für mich nutzen könnte, welche villeicht sogar hinderlich erscheinen sind doch genauso Teil dieses anderen Menschen. Er wird unersetzbar wenn ich diese Eigenschaften berügsichtige und er für mich mehr ist, als ein Leistungssubjekt.
Nun hat sich dieser Ersetzbarkeitsbegriff aus der Arbeitswelt in die zwischenmenschlichen Beziehungen des Individuums eingeschlichen und man behauptet, ein Mensch sei für einen anderen in den meisten Fällen oder sogar immer ersetzbar.
Ihr mögt mir Wunschdenken zusprechen, wenn ich sage, dass ich es ablehne, in einer Beziehung den anderen als ersetzbar zu sehen, denn diese Denkweise, geklaut aus der Arbeitswelt und in die restliche Sphäre eingebunden durch eine zunehmende Leistungsgesellschaft, degradiert den einzelnen auf seine Bedürfnisse.
(Rationelle bzw. Pessimisten würden zwar sagen, dass er aus nichts anderem besteht, aber ganau dass ist der Punkt: Wenn man dem glaubt, dass alles ist, was ist, also eine Einheit von Denken und Sein existiert, besteht ein Mensch für mich aus mehr als Bedürfnissen, er ist mehr als die Summe seiner Teile.)
Dadurch dass einer nur aus Bedürfnissen bestünde, würde der andere nur dazu da sein sie zubefriedigen, und so sind beide degradiert. Natürlich beruht diese Beziehung auf Gegenseitigkeit.
Diese Theorie mag sich logisch anhören, wird aber deswegen durch mich abgelehnt, weil ein Mensch, wie bereits erwähnt, mehr ist. Das ganze Spektrum, die Eigenschaften, welche ich nicht für mich nutzen könnte, welche villeicht sogar hinderlich erscheinen sind doch genauso Teil dieses anderen Menschen. Er wird unersetzbar wenn ich diese Eigenschaften berügsichtige und er für mich mehr ist, als ein Leistungssubjekt.
foenfrisur - 4. Jan, 22:00
ihr seid doch bloß faul!
nicht böse sein, okay? (=
"thea, du hast recht!"
Alles und jeder ist ersetzbar, und wir sind nicht mehr als BioChemie. Doch genau diese Bio-Chemie bringt uns dazu, uns selbst was vorzugaukeln (Werte, Gott, Selbstliebe, Monogamie), alles Illusionen derer wir uns halbbewusst sind. Da es aber mit ihnen so viel leichter und schöner ist als ohne sie behalten wir sie gerne bei, diese Fata Morganen. Indem wir uns Liebe einreden, erheben wir uns selbst über die Tiere (obwohl wir womöglich unter ihnen stehen, immerhin haben sie diese Heuchelei nicht nötig); in dem ich mir einrede, ich würde andere Menschen lieben und sie nicht nur benutzen um irgendwelche Bedürfnisse zu befriedigen (Nicht nur Sex, so simpel sind selbst wir haarlosen Affen nicht), fange ich wirklich an zu lieben, da mir diese Liebe nicht mehr eigennützig, sondern mystisch-altruistisch vorkommt. Letztendlich befriedige ich Triebe.
Ob man sich dafür jetzt selbst verachten sollte, kann man woanders diskutieren. Ich halte es für einen natürlichen Bestandteil unserer Selbst, um den wir nicht herumkommen.
Sowohl Christoph als auch Thea mögen in ihrer Weise Recht haben. Es ist, was es ist, egal wo es hergekommen sein mag.
ach micha...
Außerdem hinterfragt keiner von uns seine Gefühle, höchstens die Motivationen (bzw die Triebe) derselben.
@christoph: klar befriedigt das nur irgendwelche triebe. man tut ja nur so geartete sachen. allerdings gibt es für mich auch eine art "vernunftstrieb", weil die ausübung desselben ja wiederum ein "hoho, ich bin toll und intellektuell" herbeiruft.
aber sowas schrobst du schon.
aber ich bin trotzdem meistens der meinung, dass da noch etwas mehr ist! vielleicht bin ich noch nicht genug desillusioniert für diese welt.
Ach Gürkileinchen...
In meinen Augen wurde hier ganz klar die Authentizität (bzw. die Ersetzbarkeit) einer zwischenmenschlichen Beziehung hinter-fragt (von Liebe konkret war noch nicht die Rede), indem man ihre Motivation in-frage gestellt hat.
Man kann ein Baum Latte oder Stuhl nennen, es bleibt ein Baum. Genauso wie wir über den Grund unserer Gefühle rätseln können, ohne dass jemand je in der Lage sein wird, sie per Vernunft zu kontrollieren (außer Christoph).
Hilft es denn, wenn wir Liebe als eine Illusion bezeichnen, und wir damit aus ihr die kalte, harte Konsequenz eines simplen Fortpflanzungstriebes machen?