Der Wahnsinn und seine Helfer

Donnerstag, 24. April 2008

Lapidarer Lakonismus

"Ich werd dir was mit Dadaismus!".

Mittwoch, 16. April 2008

Bäume sind Nudisten

Sie scheuen sich vor nichts. Nackend und unbekümmert frönen sich die stehenden Flitzer an den absichtlich weggewandten Blicken vorbeigehender Leute.
Meine Zimmerpflanze geht sogar noch weiter. Sie ist so exhibitionistisch, dass sie das ganze Jahr über in ihrem Evakostüm verweilt. Angewidert wirft sie jedes Blatt nieder, das ihr der Zufall geschenkt hat. Fast das ganze Jahr steht sie apathisch in der Ecke und wartet auf den nächsten Rausch der völligen Hüllenlosigkeit.
Als ob das noch nicht genug wäre: Im Frühling streuen Blütenpflanzen harmlosen Allergikern die Pollen ins Gesicht - bunt und extrem, "Flower Power" und "Free Love".
So ist das heutzutage. Früher war alles besser.

Montag, 24. März 2008

HALLO?!? Der Mörder hat drei Pfeile im Körper und steht immer wieder auf!

Habt ihr schon mal den Film House of Wax (mit Paris Hilton) gesehen?
Ich habe selbiges eben mit meinem Papa getan, und als beruhigender Faktor ist er echt ein Ass, in dem er den Film durch naturwissenschaftliche Logik ad abrurdum führt. Toll.
Doch weil ich mich auch sonst im Dunkeln fürchte und auch jetzt zum Beispiel Angst habe, dass ein hässlicher Mann eine Waxfigur aus mir machen will, schreibe ich mir dies aus der Seele:
Es scheinen alle Gruselfilme vermitteln zu wollen. dass es in jedem amerikanischen Kaff einen zuerst normal anmutenden Serienmörder gibt, der eine individuelle Mission erfüllt.
Einmal habe ich mit Jost einen Film gesehen, da wurde ein Nachbar nur des Mordens verdächtigt, weil er so verrückt war, jeden Tag zweimal seinen Rasen zu mähen. (Natürlich war er auch Mr Brünetten Killer).
Deshalb dachte ich, wir könnten uns doch alle super coole Geschichten ausdenken, und dann den originellsten Serienmörder küren. Ich habe folgende Anregungen:

Ein Halb-Chienese, der mit Innereien und einzelnen Gliedmaßen die Bibel als Stopmotionfilm drehen will.

Wer hat eine bessere Idee für unsere spießig und stinknormal anmutenden Nachbarn??? (Paranoide Charaktere können sich auch auf ihre Beobachtungsgabe verlassen)

Dienstag, 25. September 2007

Fahrrad fahren und Outsourcing

Gestern habe ich eine Oma umgefahren. Nun, es war keine richtige Oma, etwas jünger, und ich hab sie auch nicht richtig umgefahren. Aber sie hat erstmal einen actionreichen Stunt hingelegt, was wohl sehr peinlich für sie war, denn sehr viele Passanten haben ihr zugesehen. Noch peinlicher wäre es wohl gewesen, wenn ich sie danach angebrüllt hätte, von wegen sie soll nicht mitten auf dem Gehweg so ausholen und dann querstehend den Weg versperren.
Das ist ja ein alter Trick: selber aggressiv werden und so von seiner eigenen Schuld ablenken. Vielleicht hätte ich auch noch die herumstehenden Passanten anmeckern sollen. Von wegen, so ein Liter Blut auf dem Boden wär ja überhaupt kein Grund, so zu glotzen und schockiert zu tun. Und dann hätte man noch auf den Kapitalismus schimpfen können - dass früher alles besser war und dass das damals nicht passiert wäre.
Aber stattdessen war ich höflich zur Oma und sie meinte, das ist schon gut und es sei ihr nichts passiert. Außer eben dem durchgebrochenen Fahrrad, ihr amputiertes Bein, und dem Liter Blut auf dem Boden. Aber das sei nicht so schlimm, und das passiere ihr ja dauernd. Kein Wunder.
Frohen Mutes bin ich dann weitergefahren. Aufgrund dieser jüngsten Erfahrung habe ich entschieden, es wäre wohl besser, ohne Slipknot im Ohr, der Cola und den Pommes in den Händen, und dem Didgeridoo am Mund Fahrrad zu fahren. Ich musste meine Aufmerksamkeitskräfte neu umverteilen - das wird unter Fachmenschen auch Outsourcing genannt. Und zwar habe ich die Cola und die Pommes auf mein Gepäckträger outgesourcet und das Didgeridoo an der Hecklampe angebunden.
Da ich von nun an ein erfahrener Mensch war und von mir sagen konnte, ich hätte schon eine Oma umgefahren, fühlte ich mich auf einmal viel erwachsener. Von nun an hörte ich nur noch klassische Musik in meinen Kopfhörern und legte eine intellektuelle Zeitung auf meinen Lenker. Da wird man automatisch mehr respektiert, hab ich mir gedacht. Ein großes Loch in der Zeitung half mir, gleichzeitig auf die Verkehrslage zu achten und dazu noch gebildet auszusehen.
Durch dieses ganze hin und her und dem Outsourcing verlangsamte sich die Geschwindigkeit meines Vehikels dramatisch. Als ein nicht-intellektuell aussehender Mann mein Gefährt dann joggend überholte, konnte ich dies nicht auf mich sitzen lassen. "Joggen verursacht Krebs!!!" schrie ich und beschleunigte. Der Mann sah nach hinten, erkannte sofort, dass er gemeint war - und blieb aufgrund des Respekts vor meiner Intellektualität stehen. Ein Knall. Wenige Sekunden später hatte der Mann zwar kein Krebs, aber seine Arme und Beine waren outgesourcet. Ich fuhr nur lässig weiter, erinnerte mich an die Oma von vorhin und rief: "Ach, das ist nicht so schlimm, das passiert mir dauernd."
Kein Wunder.

Dienstag, 18. September 2007

...

Man muss Element von allem sein. Aber dann sind wir nicht definiert. Muss man künstlich sich etwas zuordnen um bestimmung im Moment zu finden? Wo der wille ist, da ist auch der Mensch, oder? Und genau um diesen freien WILLEN geht es, nicht das man alles ist, sondern alles sein könnte. Zufall und Determinismus sind also abzulegen. Ist Zweifel nicht notwendig für die Reflexion. Kein Zweifel, sondern Entwicklung selbst füllt dich aus und diejenigen schweren Fehler musst du nicht, die machen die andern zu genüge. Dann aber müssen Gedanken handeln bedeuten.

Christoph dein Kommentar!

Das politische, gesellschaftliche System Internat

1. das Herrschaftssystem
Wie diese einsamme Insel, auf der ein eigenes soziales System herrscht, ist das Internat. Politische Machtkämpfe, Wahlkampflügen, existenzvernichtende Intrigen.
So haben wir einen König, der von nichts gewusst und nichts entschieden haben will. Der so entfernt von seinem Volk lebt, und so anders, dass die Berichte über ihn Sagen gleichen. Das Fußvolk wiederspricht sich beim Wiedergeben seiner Befehle.
So sind seine Lakeien dazu angehalten, Kontrolle statt Vertrauen walten zu lassen, während sie doch vom Fußvolk anerkannt werden wollen.
Doch ist dieser König ein ehrbarer Mann, denn nur ihm ist es gestattet mit dem großen Gottkönig persönlich Absprache zu halten. Dies ist dem Fußvolk bewusst und es ist sich somit der Notwendigkeit dieses sagenumwobenen Königs.
Fortsetzung folgt ...

Freitag, 14. September 2007

Das 5 Cent Stück

Es geschah an einem goldenem Tag. Holger M. kam grad aus dem Supermarkt, als er eine unfassbare Szene mitansehen musste. Denn Holger hatte einen Cent-Stück gefunden, hob ihn auf, und steckte ihn in die Tasche. In diesem Moment kam ein kleines Kind mit Segelohren aus dem Busch gesprungen und zeigte mit dem Zeigefinger auf Holger. "Haha, du hast ihn genommen!". Holger wusste nicht recht, wie er darauf reagieren sollte. "Ja natürlich, ist doch Geld!". In diesem Moment kam ein übermäßig großes Zombiemonster aus demselben Busch auf Holger zugesprungen. "Du bist jetzt dran!", meinte das Kind nur, und rannte weg.
Das übermäßig große Zombiemonster umschlang Holger so, dass er seine kürzlich gekaufte Bildzeitung, und die 5-Minuten Terrine aus dem Schnäppchen-Regal fallen lassen musste. Holger wunderte sich nur, aber bevor er einen klaren Gedanken fassen konnte, war er bewusstlos.
Zu derselben Zeit, an einem anderen Ort, leerte Karsten G. gerade seine Mülltonne. Als Karsten den Müll schon zur Hälfte in die Tonne gekippt hatte, viel ihm etwas Merkwürdiges auf, etwas, das ihm noch niemals vorher passiert war. Karsten sah sie, die Münze, die sein Leben ändern sollte. Er nahm sie und fasste sich ans Herz: "Heute ist mein Glückstag", und lächelte.
In diesem Moment bemerkte Gerda F., als sie auf den Parkplatz des öffentlichen Supermarktes fuhr, einen kurzen Huckel. Irgendwas musste sie überfahren haben. Als Gerda F. ausstieg, um sich das Problem anzusehen, konnte sie ihren eigenen Augen nicht trauen. Sie sah den Inhalt einer 5-Minuten-Terrine auf dem Boden verteilt, daneben eine zerrissene Jogging-Hose, und tausende Schnipsel einer zerissenen Bild-Zeitung. Doch als Gerda sich fragte, was sie nun überfahren hatte, kam ihr die Antwort auch gleich entgegen. Ein kleines Kind mit Segelohren sprang unter dem Auto hervor, warf mit einer 5-Cent Münze und erhob seinen Zeigefinger auf Gerda. "Jehova!", schrie das Kind und rannte weg.
Horst H., örtlicher Müllfahrer, spürte ein undefiniertes Grummeln in seinem Magen. Dieses Grummeln, dachte er, hatte er das letzte mal gespürt, bevor ihm sein Waschbecken auf die Zehen gefallen ist. Seitdem wäscht sich Horst H. nicht mehr. Und das hat ihn auch dazu verleitet, Müllfahrer zu werden. Doch diesmal war das Gefühl in seinem Bauch ein anderes, es war stärker, intensiver, unheimlicher. Horst schloss seine Augen. Dann kam es - ein kurzes Plopp aus der Mitte seiner beiden Pobacken. Doch in diesem Moment hörte Horst auch noch etwas anderes: einen lauten Knall, sehr laut. Horst ist irgendwo gegen gefahren. Und als Horst die Augen wieder aufmachte, sah er einen übermäßig großen Zombiemonster an seiner Frontscheibe kleben. Da Horst nicht alle Tage erlebt, wie ihm ein Zombiemonster vor die Räder kommt, wunderte er sich doch sehr. Aber noch mehr wunderte sich Horst, als er ein kleines Kind mit Segelohren über die Straße gehen sah. Dieses Kind zog ein Netz hinter sich her, und in diesem Netz schienen sich drei andere Menschen zu befinden. Horst überlegte, ob er seine Mami anrufen sollte, doch dann traf ihn auch schon der Blick des kleinen Kindes. Es war ein gehässiger, teuflischer Blick, und dazu ein hämisches Grinsen. Horst sah sofort, was das Kind ihm damit sagen wollte: "Du bist auch gleich dran."
10 km weiter entfernt saß ein kleines, grünen Zombiemonster auf einem Stein und weinte. Es dachte an seinen Vaterzombiemonster und vermisste ihn schrecklich. Das Kind war schuld. Das Kind mit den Segelohren. Manchmal wünschte sich das kleine, grüne Zombiemonster, es hätte auch Segelohren. Dann könnte es sich ganz einfach durch den Wind davontreiben lassen, wegfliegen, schweben. Das kleine Zombiemonster musste eigentlich auch pinkeln. Deswegen war der Stein nass. Aber am Wichtigsten war, dass das kleine, grüne Zombiemonster eine goldene Münze in der Hand hielt. Das kleine Zombiemonster musste kurz auflachen, aber noch eher grunzen - vor Freude. Es hatte einen Schatz, einen Trost, gefunden. Das 5 Cent Stück.

Shitman - die Abrechnung

Shitman entkam nur knapp der flammenden Feuersbrunst, die sich hinter ihm auftürmte. "Wir haben sie platt gemacht" rief er erleichtert in seinen Walky-Talky, den er sich neulich im Spielwarenladen gekauft hatte. Shitman hat es wieder einmal geschafft. Er hat die Welt gerettet. Der Schweiß lief noch entlang seines gestählten Körpers, über seine harten Muskeln, auf den Boden - in Kübeln. Denn Shitman war ein Mann. Ein Mann mit Ehre. "Shitman, du musst jetzt so schnell wie möglich in die Zentrale zurück, wir haben ein Problem. Over", ertönte es aus dem Walky-Talky und Shitman wusste sofort bescheid. Cool und lässig warf er die Zigarette, die eben noch in seinem Mundwinkel steckte, nach hinten und ging in die Zentrale. Komischerweise ertönte gleichzeitig immer so eine pathetische Musik im Hintergrund, voller Kraft und Emotionen. Und Shitman fühlte sich dann immer am Besten, wenn er einfach so cool dort lang ging, mit Actionmusik unterlegt, oberkörperfrei, und hart. Shitman war hart.
Als Shitman die Zentrale erreichte, kam auch schon der Anruf von ganz oben: "Shitman, wir wollen dich auf eine Mission schicken.". Cool, dachte Shitman, wieder eine Mission. Komischerweise bekam Shitman immer nur Missionen zugeteilt, aber das kümmerte ihn nicht. "Habe verstande, Mr. President, eine Mission, wird erledigt.". Und Shitman machte sich wieder auf dem Weg, um die Mission zu erledigen. Dem einzigen Ziel entgegen zu steuern, ohne zu schlafen, ohne zu essen, nämlich seinen Auftrag zu erledigen. Der dort ist, die Mission zu erledigen. Shitman verstand dieses Handwerk wie kein anderer. Und Shitman nickte.
Eines Tages bekam Shitman Depressionen. Das lag daran, dass die Musik, die immer im Hintergrund spielte, nun eher traurig war. Immer wenn Shitman wieder einmal pathetisch, cool lang gehen wollte, ertönte nur die traurige Mondschein - Sonate. Shitman hatte seine Energie verlohren. Und das war auch ganz natürlich. Denn Shitman befand sich in der Mitte des Filmes. Dort, wo alle Helden an sich selbst zweifeln und vor unlösbaren Problemen stehen.
Doch dann hat es Schnips gemacht. Shitman war wieder fröhlich, hat die Mission erledigt, die Bösen ausgeschaltet, und nickte. Der President gab ihm einen Orden.
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Donnerstag, 13. September 2007

Wunderwelt Verwirrung

Schule. Ein Ort des Lernenes. Lernen für das Leben. Lernen weil Überleben. Lernen. Wissen. Fragen. Antworten. Organisation.
Doch etwas blockiert. Die Motoren blockieren, manchmal, man sagt, entschuldigend, und erleichtert über den stockenden Ablauf, sie seien auch "nur" Menschen. Ich finde das lustig. Herr Berling auch.
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Donnerstag, 19. Juli 2007

...

Das Wasser ist leer,...klar,....scheinbar durchsichtig. Oder ist einfach Luft in der Flasche? Denn sie muss ja, so wenig und inhaltslos es auch sei, von etwas gefüllt werden. Andernfalls, so lehrten mich mein Großerltern, würde sie in sich zusammenfallen. Aber ich muss mir eingestehen: wo nichts ist, da kann nichts zerfallen. Vielleicht ist es eine Verheimlichung, deren sich die Flasche behilft um existent zu bleiben. So muss sie das beobachtende Auge fürchten, welches den Umstand eines Nicht-vorhandenden ins Bewusstsein ruft und so, auf die flasche bezogen, selbsteliminierend wirkt. Doch darf sie dem Blick nicht entschwinden, der einzig doch bestimmt was existiert, was existieren kann und muss. Um selbst nicht erkannt, und doch betrachtet zu werden verzerrt sie dem Schauenden die Sicht auf die, ihr im Rücken liegende, Wirklichkeit und malt Lichter, Träume, Welten grotesker Art an die Wand.
So ist sie aber doch nicht mehr leer, wenn sie gestalten, schaffen kann, mag man einwenden.
Ja, vielleicht wird so aus Nichts Luft und aus Luft Wasser.

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Dentophobia ein sehr gut gemachter, lustiger kurzfilm,...
brotbackmischung - 1. Mai, 12:18

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