Journalismus - Knallhart recherchiert
Heute war eine
Demo gegen Überwachung, die Art der Verhandlungen mit den G8-Gegnern, etc.
klang ganz nett, eigenltich...
Anfang war 14 Uhr und um 16 Uhr bin ich dann gegangen, da der darauffolgende Verlauf so aussah:
- ca 5 Redebeiträge. Größtenteils von Menschen mit unangenehmen Stimmlagen, mangelhafter Eloquenz und teilweise eher lustigen politischen Ansichten (ich muss immer lachen, wenn Menschen über das böse, böse kapitalistische System meckern. Klar ist das alles ungerecht, aber es wirkt infantil-kommunistisch, das am System als starrem Körper festzumachen etc...).
- der einzig lustige Punkt kam dann: "Die Polizei bittet alle gewaltbereiten Gruppen oder Organisationen sich bei ihnen (der Polizei) anzumelden"
- Jetzt wollten alle los, aaaaber: die liebe Antifa war zu vermummt, die Transpis zu groß, blablabla
-> zwei Stunden in der Kälte rumstehen und sich den Arsch abfrieren, und das obwohl Banner auf Schulterhöhe getragen wurde und alle ganz lieb und nett waren.
Das tollste war die Auflage der 'Freunde und Helfer', dass 'wir' 10 Ordner stellen sollten,
die Ihre Personalausweise abgeben sollten.
HALLO?!? Is das hier ein freies Land, oder was?!
wie gesagt, dann wars mir zu kalt, zu doof und sinnfrei
Wir lernen: sowohl die Staatsgewalt als auch die 'Systemmkritisierer' (ich find den Begriff 'Linke' grad nicht so passend) nehmen immer mehr an Niveau ab....!
brotbackmischung - 17. Nov, 19:34
heute war im 'warnow kurier' (einer kostenlosen zeitung) auf der ersten seite ein artikel über eine sogenannte waldaktie gegen den klimawandel. zur illustrierung gab es ein foto auf dem bäume zu sehen waren, unter dem folgender kluge satz stand: "Wald: Lebens- und Erholungsraum.".
was würden wir nur ohne schmuddelzeitungen tun?! dumm sterben?
brotbackmischung (importiert durch schlauch) - 21. Jul, 16:49
nächsten samstag beim unheimlich angesagten groß kleiner stadtteilfest spielt die neue gefeierte newcomerband in der kategorie 'versager weil zu kleiner prozentsatz an männlichen bandmitgliedern' und übernimmt damit das amt von vanilla ninja. denn who the fuck is jenny sehen zwar eher nich so gut aus, vertreten dafür aber mehr minderheiten (christen, emos, sojafresser, schwule und äußert gute gitarristen, die bass spielen müssen, weil kein basser gefunden wurde)!
also: wer nächsten samstag gutes kulturprogramm haben will geht zum ktv-stadtteilfest wo man schicke postkarten oder buttons mitgehen lassen kann oder bleibt zu haus vorm dvd-player!
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brotbackmischung (importiert durch schlauch) - 16. Jun, 23:12
Die einen (Vertreter der anthropozentrischen Umweltethik) schaufeln sich den wörtlichen Sandkuchen händeweise in den Mund, nehmen so sich und anderen die Spiel- bzw. Lebensgrundlage. Wenn sie bemerken, dass zu viel Dreck dem Magen doch nicht bekommt, spucken Sie es wieder aus, „geben es zurück“, behalten sich aber das recht vor, es weiterhin zu benutzen, schließlich ist man ja der mit den größten Sandschaufeln.
Andere wiederum (Vertreter der pathozentristischen Umweltethik) fühlen sich von ersteren ungerecht behandelt und beschließen, es anders zu machen. Sie suchen sich ihre Ecke und geben sich mit der Sandmenge zufrieden. Der Rest wird unter all die anderen leidend unterdrückten verteilt. Niemand stört sie und sie stören niemanden. Natürlich nehmen sie den Sand anderer gern an, die nützen ihnen. Doch warum sollte man selbst, der das omniversell Zufriedenheit verbreitende System durchschaut oder bei näherer Betrachtung gar erfunden hatte, etwas abgeben? die anderen, die diesen Gedanken nicht hatten, haben zwar auch gelitten, doch als Stifter der Zufriedenheit, ist man doch mehr als sie, etwa eine Art Vormund (der so wie so besser weiß, dass man den Kleinen nicht alles Gute im Leben direkt vor die Nase setzt, den tollen Sand muss man sich erarbeiten)
Die Vertreter der biozentrischen Umweltethik tragen keine Windeln, da Pflanzen ja auch nur Lebewesen sind. Ihre Schaufeln sind ihre krallenartigen Fingernägel, die nie geschnitten, da auch Mikroorganismen menschliche Gefühle haben, die beachtet und respektiert werden wollen. Sie vertreten diese Ethik, da sie unterernährt sind und ihre Ellenbogen auf Grund des Calciummangels bei zu starkem Einsatz splittern würden. Sie hoffen, dass man irgendwann was abgibt. An den Pathozentristen stört sie, dass sie nicht als Leidende akzeptieren, bloß weil ihnen aus Rücksicht auf all die Wasserflöhe, die Zunge am Gaumen klebt und sie nicht schreien können. es gibt nicht viele von ihnen, die meisten beenden ihr ohnehin kurzes Leben meist mit suizidalen Handlungen, weil ihnen bewusst wird, dass sie beim regungslosen Liegen etwas außerhalb der Sandkiste Grashalme ermordet haben.
Der Sand verliert mehr und mehr von seiner ursprünglichen Konsistenz, versetzt mit allerlei Substanzen, die dort nicht hin gehören. Die Menschen, des Spielens noch lange nicht müde, aber unter dicken Schmutzschichten kaum noch erkennbar, werden von Tagesmutter Maria heimgerufen. Allerdings scheinen sie so viel Dreck in den Ohren zu haben, dass sie sie nicht hören. Sie sind unaufhaltsam, die Plastikförmchen sind zerschlagen, blutig an den Kanten, die Schaufeln sind unrettbar tief vergraben..
Eine Veränderung vollzieht sich. Die holistische Umweltethik setzt sich durch. Spielkind und Sandkasten werden eins. Die Zeit hat ein Ungeheuer geschaffen. Und während die Sonne in einer Supernova und unter Begleitung von blecherner Weltuntergansmusik einen dramatischen Abgang hinlegt, ersteigt die Fusion: das Schmaddermonster, Und es macht sich auf zu fernen Planeten um den intelligenten Lebensformen dieses Universums die einzig richtige und vor allem nachhaltige Umweltethik einzuprügeln.
Anna Wolff
Anna the Wolff (importiert durch schlauch) - 17. Apr, 12:51
Red: Liebe Sonne, sie haben ja schon seit ziemlich langer Zeit immer dieselbe Arbeit verrichtet. Meine Frage: Was treibt sie an; wo liegt ihr Lebensgeheimnis?
Sonne: Nunja, ähm, es ist eigentlich ganz einfach. Scheinen, scheinen, leuchten, brennen. Das ist wie auf dem Scheiterhaufen. Ich tu das jetzt schon seit gut 3 Milliarden Jahren und es wird nie langweilig. Das ist eigentlich das ganze Geheimnis. Einfach nicht nachdenken. Hier oben hab ich auch keinen, mit dem ich reden kann und nichts worüber ich nachdenken kann.
Red: Aha, haben sie schonmal daran gedacht, eine Art Familie zu gründen?
Sonne: Ich hab doch gesagt, ich denke nicht nach.
Red: Ok, nehmen wir an, sie würden denken...
Sonne: Ja also manchmal kommt mir die Idee, dass ich ja mal verreisen könnte. Ich weiß auch nicht genau wohin. Aber ich hab gehört, in der Mitte der Milchstraße soll viel los sein.
Red: Wie sehen ihre Perspektiven aus? Waren sie schonmal mit dem Tod konfrontiert? Glauben sie an ein Leben nach dem Tod?
Sonne: Joa, Religion ist nichts für mich. Der gute Jesus ist ja eben grad gestorben, das geht mir irgendwie alles zu schnell. Sie müssen bedenken, das waren nur 2000 Jahre.
Red: Was glauben sie, wer hat sie geschaffen? Haben sie einen Vater?
Sonne: Ich weiß nicht, wer meine Eltern sind. Ich bin ein Waisenkind (holt ein 2 Milliarden Jahre altes, bemadertes Taschentuch raus und versucht sich, eine Träne abzuwischen)
Red: Oh ich seh schon, das ist ein Thema, das sie berührt...
Sonne: Wäh, manchmal glaub ich, ich bin nur ein Staubkorn im Universum.
Red: Haben sie schonmal nach ihren Eltern gesucht?
Sonne: Na wie denn? Hab ich Beine? Hab ich Augen? Ich hab gar nichts. Ich bin nichts...
Red: Hmm. Haben sie daran gedacht, einen Psychologen aufzusuchen?
Sonne: Na wie denn? Hab ich Beine? Hab ich Augen? Ich hab gar nichts. Ich bin nichts...
Red: Aha...
Sonne: Das einzige, was mir von meinen Eltern blieb, war ähm.. vergessen
Red: Nun, ich sehe schon, das geht ihnen sehr nahe, da vergisst man schon viel. Ich wollte aber erstmal fragen: Haben sie irgendwelche Hobbys? Ist ihnen manchmal langweilig?
Sonne: Nö
Red: Ja, eine klare Aussage. Wie oft wurden sie schon interviewt?
Sonne: Schon unzählige Male...
Red: Wie kommen sie mit ihrer Popularität klar?
Sonne: Gar nicht. Deswegen verbrenn ich mich doch schon seit 3 Milliarden Jahren. Die Leuten sagen, ich wär ein riesen Rindvieh, wäre fett, übergewichtig, hätte Gelbfieber und was weiß ich...
Red: Diese Leute haben wohl vergessen, dass sie die Grundlage unseres Lebens sind.
Sonne: Leben... nu kommen sie mir nicht damit...
Red: Hatten sie schon Suizidversuche hinter sich?
Sonne: Ja, aber das dauert so elendig lange. Wissen sie, noch mindestens 10 Milliarden Jahre und dann ist es endlich aus. Ich hätte mir eine bessere Methode ausdenken sollen.
Red: Haben sie Schmerzen?
Sonne: Man gewöhnt sich dran.
Red: Gibt es eine Möglichkeit, ihnen einen Wunsch zu erfüllen?
Sonne: Nö, geh weg. Lass mich allein. Fick dich.
Red: Ja, wie wir sehen, hat die Sonne so ihre Launen. Das macht sich ja im Wetter auch bemerkbar. Und damit verabschieden wir uns.
schlauch - 20. Mrz, 13:16