Sonne Sauerei!

Mittwoch, 9. April 2008

Schäuble ist sch**** ???

Wer das schon immer dachte, kann es jetzt wahr werden lassen. Meine Lieblings-Frustabbauwebsite gibt es hier:
http://www.netdisaster.com/goff.php?mode=dog&lang=de&control=on&url=http://www.wolfgang-schaeuble.de/start.htm

Alternativ kann natürlich auch die NPD das Opfer werden.
Oder ihr könnt jede beliebige Website "verschönern": Mit der Kettensäge oder verschüttetem Kaffee oder Graffiti oder jede Menge Tieren usw. usf. etc. pp

Viel Spaß!

Mich würden eure witzigsten Aktionen interessieren!
(Habt ihr vielleicht Elvis mit Mars-Aliens attackiert? Hach ja, es gibt so viele schöne Sachen, die man machen könnte....)

Montag, 7. Januar 2008

ich, pflanze

ähm, da wir ja keinen richtigen winter haben, habe ich mal in den untiefen meiner archive nach etwas frühlingshaften bis sommerlichen gewühlt. dabei ist das zu tage gekommen. habt nachsicht, ist schließlich schon 3 jahre her ;)


2005

Ich, Pflanze

Wir, die Pflanzen, insbesondere die Blumen, entscheiden über Lieben und Nichtlieben. wir brechen die Herzen der stolzesten Frau ebenso wie den Asphalt der Straße in der flimmernden Sommerluft. Ein Leben als Blume ist toll. Man duftet und blüht so in der Gegend herum und erfreut im Frühling die ersten Butterfahrtskandidatinnen, die der Osterspaziergang in die Büsche treibt.
Aber verstehen sie mich bitte nicht falsch. Ich bin keine von denen, von diesen aufgebrezelten, hemmungslos Geltungsbedürftigen. Ich bin Unkraut und mit Stolz. Wild und unbezwingbar. Meine Losung lautet Anarchie. Ich bin bewaffnet- mit alles sprengenden Wurzeln und wahlweise tückischen Nesselgiften oder Stacheln.
Verzweiflung all den Straßenbauarbeitern, den im Ehestand dahin vegetierenden, Friede-Freude-Eierkuchen heuchelnden Hausfrauen, die vor mir nieder knien! Sie geben es nicht zu, aber sie erwarten die Niederlage schon in dem Augenblick, in dem sie mich meine Triebe zwischen all die gleichgeschalteten, bösen Stiefmütterchen und die ironischerweise mit Dornen ausgestatteten Rosen strecken sehen.
Haben Sie schon einmal ein Unkraut lachen hören? Nein?
Das war zu erwarten. Wir sind Ihnen wohl nicht fein genug? Sie werden ja sehen, was Sie von Ihrem Vernichtungskrieg haben, der, nebenbei bemerkt, lächerlich einfältig ist. Unkraut vergeht nicht- das Böse siegt immer.
Anna Wolff

Mittwoch, 5. Dezember 2007

Neulich beim Döner

"Männer halten den Frauen nur die Tür auf, damit sie ihnen auf den Arsch gucken können!", schreit der Typ mit der Glatze und der Thor-Steiner-Jacke, als er sich gerade in den engen Dönerladen direkt vor eine beleibte Frau drängelt. "Aber dir möcht ich lieber nicht auf den Arsch gucken, Schatzi", ruft er, als den Döner-Heini heranwinkt. "Ein Döner mit alles zum Mitnehmen!". Einen vermutlichen Nazi in einem türkischen Döner-Laden zu finden, ist an sich schon widersprüchlich. Doch ein Nazi, der statt Geld eine Plastetüte mit Hundekot seines Köters auf den Tisch legt, muss schon ein bisschen verwirrt sein. "Und ich hab gesagt mit ALLEM!"; höhnt er und schaut dem Türken direkt in die Augen. Der Döner-Heini geht prompt seiner Pflicht nach, nimmt die kürzlich erworbene Tüte mit der speziellen "Zutat" und klatscht den Inhalt direkt auf die süße Speise. "Hier, Döner mit allem, zum mitnehmen!", schreit der Türke und holt aus, um dem Nazi das Kunstwerk direkt in sein Gesicht zu werfen. Unglücklicherweise verfehlt er sein Ziel: Die beleibte Frau ist jetzt auch braun - und stinkt. So ist das nun einmal: Türken können von Natur aus nicht zielen.

Mittwoch, 17. Oktober 2007

Über Bedeutungsschwangerheit und Kitsch

Das bla

Blablablablablabla
Da
...
Wawawawawawawawawawawa
und er sah
...
er sah es

Der letzte Satz ist immer der Wichtigste. Denn es ist der Satz, mit dem das Publikum nach Hause geht. Der einzige Satz, der noch irgendwo im Gedächtnis hängt, wenn alles andere schon längst verschwunden ist. Die Wortschöpfung "Bedeutungsschwanger" ist der Versuch, etwas als übermäßig auf-die-Nase-reibend, als kitschig zu bezeichnen.
Die meisten Menschen lassen sich leicht durch einen kurzen, letzten Satz, womöglich noch melancholisch und typisch hochbegabt betont, beeindrucken und geben dann meist noch ein überzeugendes "Uhhuuuu.." hinzu.
Allerdings ist die Wortschöpfung "Bedeutungsschwanger" ein Unwort, eine Falschinterpretation des künstlerischen Bestrebens, ein Werk zu vervollkommnen. Wenn "bedeutungsschwanger" gemeint ist, ist "Kitsch" der passendere Ausdruck.

Kitsch ist, wenn ein Gefühl absichtlich vermittelt wird, was von vorneherein geplant und unrealistisch ist, dem Künstler nicht unbedingt innewohnt, und beim Puplikum Illusionen hervorruft.
Meistens sagen wir "Das ist Kitsch!", wenn wir etwas sehen, das wir nicht mit unserem Denken vereinbaren können, und wenn wir die beabsichtigte Illusion ablehnen.

Dieses Empfinden unterscheidet sich von Kultur zu Kultur und Mensch zu Mensch. Deshalb mögen die typischen, unterkühlten Norddeutschen den Kitsch nicht, ganz anders sieht es bei den Amerikanern aus.

Typisches Kitschbeispiel über Youtube: Link

Merkmale: unpassende Klaviermusik, Streicher und pathetischer Erzähler, der ein moralisches Gefasel von sich gibt.

Montag, 17. September 2007

Das Schiffsmädchen

:O Mal was neues, vielleicht etwas anstößig. Bitte informieren, wenn ihr wissen wollt, wie es weiter geht.

Heute morgen ging Lina auf das Deck des Schiffes. An ihrem weiten Blick und ihrem seichten Lächeln konnte man erkennen, wie sehr sie es mochte, dort im Schein des Sonnenaufgangs zu stehen und dem Beginn eines neuen Tages entgegenzusehen. In der letzten Zeit gab es schließlich wenig Gelegenheit dazu. Das Schiff wankte. Lina konnte jede Bewegung des Schiffes spüren. Auch das mochte sie. Und da es so früh war, dass niemand sonst auf das Deck gewagt hätte, genoss sie ihre Ungestörtheit in vollen Zügen. Sie war nackt und hatte sich ihren Morgenmantel langsam abgestriffen. Dieses Gefühl von Freiheit überwältigte sie. So ganz allein - frei, eins mit dem Ozean. Lina konnte sich nichts Schöneres vorstellen. Oder doch? Manchmal stellte sich Lina vor, wie es wohl wäre, mit ihm hier zu stehen, seine starken Hände an ihrer Haut zu spüren, eng umschlungen und vor lauter Zärtlichkeit den Verstand zu verlieren. Sie war verliebt und hatte jetzt schon fast ihren Verstand verloren. Doch im Moment war er nicht da, er war weit weg, und Lina stand dort an der Rehling - mit ihrer schönen Nacktheit allein.
Heiner's Hose beengte ihn. Er musste Druck ablassen. Aber so wie er dort stand, konnte er für keinen Moment seinen Blick von ihr abwenden. Es fing damit an, dass er eines Morgens seinen Harndrang über Bord werfen musste. Da sah er sie. Er wäre fast ins Wasser gefallen, denn er konnte nicht fassen, wie diese Schönheit völlig nackt dort am Bug des Schiffes stand - so allein, so zart. Seitdem verließ Heiner jeden Morgen seine Kabine und versteckte sich. Den Schlaf, den er dadurch verlor, nahm er in kauf. Denn alles, woran er von nun an dachte, war dieses Mädchen.
Diesmal schien es länger zu dauern als sonst, denn der Sonnenaufgang war heute morgen besonders schön. Heiner dachte daran, vielleicht einmal zu ihr zu gehen, sich neben ihr zu stellen, mit ihr zu reden und ihren Körper ganz sanft zu streicheln. Aber Heiner verwarf den Gedanken schnell. Es wäre zu schön gewesen, dieses Wesen in die Hände zu halten. Er wäre ihr nicht würdig. Nein, das war ausgeschlossen.
Aber was ist mit den anderen? Heiner wollte auch nicht, dass sich einer von seinen Kameraden an sie ran machte. Damit es nicht auffällt, dass er so früh aufsteht, hat er sich freiwillig für den morgendlichen Putzdienst gemeldet. Die anderen haben ihn deswegen ausgelacht. Doch das war es ihm wert.
Lina schloss ihre Augen. Sie spürte, wie der Wind mit ihr spielte. Sie spreizte ihre Beine. Das war er. Ja, das war er, der sie da berührte. Es war nicht der Wind, es war ihr seliger Geliebter, der sie dort streichelte. Sie stellte es sich vor, wie jeden Morgen. Aber diesmal war es anders, es war...realer. Fast Wirklichkeit. Noch nie hatte sie ihn so intensiv gespürt.
In diesem Moment konnte sich Heiner nicht mehr halten. Er war so erschrocken von der Erregung, die sich da vor ihm entlud, dass er stolperte. Mit einem lautem Knall fiel er direkt auf die knirschenden Balken des Schiffsdecks. "Autsch!", rief er in seinem Schmerz. Und im nächsten Moment bereute er es. Sie musste es gehört haben.
Etwas riss Lina aus ihren Fantasien. Sie fuhr herum. Dann sah sie jemanden, wohl einer der Schiffsjungen. Ihre Blicke trafen sich...

Dienstag, 4. September 2007

Es ist nicht zu fassen!

Wie sehne ich mich doch an die Ferienzeit zurück, als ich jeden Tag von morgens bis abends einen WLAN-Zugang ins Internet hatte. Es hieß einst, im Internat sollte spätestens Anfang dieses Jahres im ganzen Haus ein Zugang gewährleistet sein. Doch was ist davon übrig geblieben, von diesem Versprechen? Nichts.
Ich sitze hier grad in der Kälte, auf einer Steinplatte vor dem Eingang der Schule und kriege noch mit dem letzten Restbalken geradeso das Internet vom Schulnetz. Es ist ein Wunder, dass Frau Klonicki mich noch nicht weggejagt hat, dass noch keiner die Obdachlosenpolizei gerufen hat, oder dass ich noch nicht erfroren bin. Mit Safari kann ich nicht einmal meine Emails abrufen. Ich verlange dafür eine Minderung der Internatsmiete! Internet ist ein Grundrecht, dass jedem zusteht. So steht es im inoffiziellem Grundgesetz! Wenn man jemanden das Internet unfreiwillig wegnimmt, bzw. so verpeilt ist und es kaputt macht, ist das so, als gehe man mit der Kettensäge durch die Nachbarschaft und säge allen seinen Nachbarn damit die Beine ab. Ohne Internet kann man nicht gehen, man ist abgeschnitten!
Ich will meine Beine zurück - und zwar WLAN-Beine!!!

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